Commerzbank-Umweltpraktikum

"Wasserführung" durch die Wimbachklamm

Am Morgen des 24.05. treffen sich alle Commerzbank-PraktikantInnen und FÖJlerInnen des Bereichs Umweltbildung um 7:30 Uhr im Büro der Forschungsstation Ramsau. Alle sind (selbstverständlich) pünktlich, schlafen sie doch in einer der beiden WGs direkt nebenan. Nach einer kurzen Besprechung mit unserer Betreuerin Sabine bereiten wir uns in Kleingruppen selbstständig auf die anstehenden Führungen vor. Dafür werden z.B. Taschen mit allen benötigten Materialen gepackt. Außerdem müssen noch einige Schulen angerufen werden, um die Führungen der nächsten Woche genauer zu besprechen.

Während sich einige bereits um 9:00 Uhr aufmachen müssen, startet die Wasser-Führung, die Sven und ich durchführen, erst um 12:30 Uhr am Parkplatz vor der Wimbachklamm. Dort treffen wir die Vierte Klasse aus dem etwa eine Stunde entfernten Traunstein und beginnen mit einigen Spielen und allgemeineren Informationen zum Nationalpark. Wenig später findet der erste Höhepunkt statt, als wir die Gruppe mit verbundenen Augen in die tosende und nasse Wimbachklamm hineinführen. Nach Abnehmen der Augenbinden kann man lautes Staunen hören und glänzende Kinderaugen sehen. Nach weiteren Spielen und einem fünfzehnminütigen Weg gelangen wir danach zum zweiten Höhepunkt der Führung: Mit Becherlupen ausgestattet dürfen die Kinder im Wimbach auf eigene Faust nach Fliegenlarven und anderen Wasserbewohnern suchen. Dieser Teil macht stets am meisten Spaß, besonders da das Wetter, im Gegensatz zu den vorherigen Wochen, aufklart. Anschließend werden die Tiere bestimmt und dem Fluss so eine gute Wasserqualität attestiert. Da die Führung bereits um 16:00 Uhr endet, muss nun der Rückweg angetreten werden.

Nach dem etwas mühsamen Aufräumen und säubern der Becherlupen beschließen wir, den inzwischen sonnigen Freitagnachmittag für eine Bergtour zu nutzen. Wegen des schneereichen Winters und des mäßigen Frühlingswetters sind alle Gipfel noch unter tiefem Schnee begraben, aber die Blaueishütte auf 1.680 Meter Höhe hat bereits geöffnet – und bietet sauleckeren Apfelkuchen. Mit diesem Ziel vor Augen steigen wir schnell hinauf und überwinden auch die letzten paar hundert Höhenmeter trotz hohen Schnees. Angekommen genießen wir unser Feierabendbier-Almdudler und einen wahnsinnigen Blick über die Reiteralm bei Sonnenuntergang.

Andreas Radin, Umweltpraktikant 2019 im Nationalpark Berchtesgaden