Commerzbank-Umweltpraktikum

Ein Tag auf Hiddensee

Der erste Blick aus dem Fenster verrät, heute fällt das Sonnenbad am Strand wohl aus. Es ist 06:30 Uhr und der Himmel ist grau. Ich bequeme mich dennoch aus dem Bett, schnappe mir meinen Hund und wir begeben uns auf unseren morgendlichen Spaziergang und genießen die Ruhe.
Wieder im Haus angekommen koche ich Kaffee und der Arbeitstag beginnt.
Heute sieht der Dienstplan vor, dass ich die Ausstellung des Nationalparkhauses betreue. Es ist Pfingstmontag und das Wetter ist nicht sehr einladend, da sind viele Besucher zu erwarten. Ich schlüpfe also in meine Regenjacke und mache mich wieder auf den Weg nach Draußen. Meine erste Mission: das Sammeln verschiedener Pflanzen, welche aktuell blühen. Diese werden anschließend in kleinen Vasen auf den Fensterbänken des Nationalparkhauses ausgestellt und mit Namenskärtchen versehen. Teilweise ist es wirklich eine Herausforderung die richtigen Pflanzen zu finden, denn bei einigen Sorten ist die Verwechslungsgefahr groß.
Meine nächste Aufgabe war das Kontrollieren des Erlebnispfades auf dem Außengelände des Nationalparks. Ich habe eine Runde über den Hof gedreht und überprüft ob alles in Ordnung ist.
Danach habe ich dann die Öffnung der Ausstellung vorbereitet. Ich habe die Räumlichkeiten gefegt, Informationsmaterial aufgefüllt und neu sortiert, die Fische gefüttert und die Kasse eingerichtet. Pünktlich, um 10:00 Uhr habe ich dann das „geöffnet“-Schild rausgehangen und war bereit für die Besucher, welche nicht lange auf sich warten ließen. Bereits nach 10 Minuten waren die ersten Leute da. Von diesem Moment an strömten mehr und mehr Leute ins Nationalparkhaus um sich die Ausstellung anzusehen, Fragen zu stellen oder um einen Moment im Warmen und Trockenen sein zu können. Im Laufe des Tages kamen einige interessante Gespräche zustande. Dabei ging es um verschiedenste Thematiken. Von Umweltverschmutzung über das Bestimmen von Fossilien war so Einiges dabei. Durch die vielen, anregenden Gespräche verging die Zeit wie im Fluge.
Letzen Endes war es ein sehr angenehmer Tag. Zwar ist es in der Regel deutlich schöner, seine Zeit draußen, an der frischen Luft zu verbringen, aber auch ein Tag im Nationalparkhaus kann Spaß machen.

 

Charlotte Nitsche, Umweltpraktikantin 2019 auf Hiddensee im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft