Commerzbank-Umweltpraktikum

Die Ohren spitzen in der Wimbachklamm

8:00 Uhr: nach kurzer Besprechung in der Forschungsstation Ramsau ging es zu dritt (2 Commerzis und ein FÖJler) los mit dem Fahrrad zur Wimbachbrücke: heute fand unsere erste eigene Führung im Wimbachtal statt! Bergrunter machte uns der Fahrtwind wach. An der Informationsstelle im Wimbachtal angekommen begrüßten wir die 4. Klasse inklusive Austauschschüler aus Ungarn. Die Klasse war für die Führung „Naturerlebnis mit allen Sinnen“ in den Nationalpark gekommen und hatte sich einen Fokus auf das Thema „Hören“ gewünscht. In der Informationsstelle stellten sich die Kinder vor und erzählten was sie gerne an der Natur mögen (meistens alles). Nach dem Otto-Ahnungslos-Spiel (was den Kindern die Regeln des Nationalparks spielerisch beibringen soll) ging es los zum ersten Anstieg ins Wimbachtal. Durch die Wimbachklamm liefen die Kinder als ‚blinder‘ Tausendfüßler (mit Augenbinden). So können andere Sinne geschärft werden, z.B das Hören und Fühlen. Nachdem die Augenbinden abgenommen waren staunten alle, auch ich bin wieder beeindruckt wie das Wasser sich seinen Weg durch den Dachsteinkalk gebahnt hat und unzählig kleine Wasserfälle gegenüber von der steilen Felswand in den tosenden Wimbach stürzen. Wie schön, bei seiner Arbeit draußen zu sein und Kinder begeistern zu können! Kurz vorm ersten Wasserplatz hielten wir an für die von den Kindern lang ersehnte Brotzeit. Mit den mitgebrachten Sitzkissen ließen sich die für Mitte Mai sehr frischen Temperaturen gut aushalten.  Dann ging’s weiter hoch ‚auf’s Gries‘ wo wir die mystische Stimmung, die an diesem Tag im Wimbachtal herrschte, (weiße Wolken über dem Gries, umrahmt von zwei sich in die Höhe streckenden, eingeschneiten Felswänden) genossen und das Fledermaus-Falter-Spiel spielten. Mit dem Tierkarten-Wer bin ich?- Spiel ging es bergab zurück zum Bus. Unten angekommen zeigten sich die Kinder begeistert. Wir Praktikanten waren auch zufrieden mit unserer ersten eigenen Führung im Wimbachtal und genossen den Abend beim gemeinsamen Kochen und Abendessen – wie schönerweise fast jeden Abend in der großen WG.

Laura Muhr, Umweltpraktikantin 2019 im Nationalpark Berchtesgaden