Commerzbank-Umweltpraktikum

Wasserforscher und wilde Schlangen im Nationalpark Berchtesgaden

10.07.2018. Ein ganz normaler Arbeitstag beginnt. Das Team trifft sich wie immer morgens im Büro. Ein paar organisatorische Dinge für die nächsten Tage werden besprochen, dann gehe ich mit Kät die Details für die heutige Führung zum Thema Wasser nochmal kurz durch. Schnell noch die Materialien zusammengepackt, und auf geht’s mit dem Radl zur Wimbachbrücke. Nachdem die Klasse in Empfang genommen ist, zeigen wir ihnen zunächst das 3D-Relief des Nationalparkgebietes und zeigen, wo uns der Weg heute hinführt. Die Wimbachklamm steht als erstes Highlight auf dem Programm. Die ersten paar Meter in die Klamm hinein legen wir als blinde Karawane zurück, die „WOW!“-Rufe beim Abnehmen der Augenbinden sind wie bei allen Klassen bisher zahlreich und laut.
Die heutige Klasse ist besonders interessiert, einige bleiben alle paar Meter stehen, um die grandiosen Felsformationen und den reißenden Bach zu bestaunen. Nach der Klamm berichten uns die Schülerinnen und Schüler begeistert von den Dingen, die sie entdeckt haben. Im Anschluss an die wohlverdiente Brotzeit erkläre ich die Geologie des Wimbachtals und dessen Entstehung. Auch hier zeigt sich die außerordentliche Neugierde der heutigen Klasse, welche mich mit so vielen Fragen bombardiert, dass dieser Programmpunkt letztendlich fast doppelt so viel Zeit in Anspruch nimmt wie ursprünglich geplant. Also schnell weiter über den Schleichpfad am Ufer zum Wassertierchen sammeln und beobachten. Auf dem Weg dorthin mache ich eine beeindruckende Entdeckung: Zwei schwarze Kreuzottern liegen direkt neben dem Pfad in der Sonne und zeigen sich von der gerade vorbeigelaufenen Kinderhorde vollkommen unbeeindruckt. So gelingt mir eine spektakuläre Aufnahme (s. Bild).

Beim Wassertierchenplatz können die Kinder ihren bemerkenswerten Entdeckungsdrang voll ausleben, und so vergeht die restliche Zeit der Führung beim Tiere fangen und bestimmen wie im Flug. Bei der Verabschiedung der Klasse bedanken sich die Kinder überschwänglich für die tolle Führung. Erfreut verabschieden wir uns und kehren ins Büro zurück, wo die Gedanken schon zur nächsten Führung springen. Die Vorbereitung fällt nach 6 Wochen Erfahrung leicht, und so können wir pünktlich in den Feierabend gehen.

Simon Grüter, Umweltpraktikant 2018 im Nationalpark Berchtesgaden