Commerzbank-Umweltpraktikum

Ein typischer Tag im Nationalpark Hunsrück-Hochwald!?

Wenn mich jemand fragen würde, wie ein typischer Tag im Nationalpark aussehe, bräuchte ich nicht lange zu überlegen. Meine Antwort würde lauten: Einen typischen Tag im Nationalpark Hunsrück-Hochwald gibt es für mich nicht und das ist auch gut so. Es warten jeden Tag neuen und abwechslungsreiche Aufgaben auf mich. Ein Projekt, das mich den September über begleitet hat und das einer Arbeitsroutine am nächsten kommt ist „MINT- Coach“. Die Abkürzung MINT steht für Fächer und Studiengänge, die mit dem Thema Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu tun haben. Vor allem Mädchen entwickeln bereits frühzeitig eine negative Einstellung zu naturwissenschaftlichen Themen. Mit dem Projekt wird versucht die Schüler/innen gezielt für den MINT Bereich zu begeistern.

Dafür haben wir an den MINT-Tagen verschiedene Stationen im Nationalpark aufgebaut, an denen die Kinder beispielsweise etwas über die Aufgaben der Ranger oder das Wildkatzen Monitoring gelernt haben. Ich habe zusammen mit einem Ranger die Station Moor geleitet. Wir haben die 6. und 7. Klässler gegen halb 9 am Nationalparkhaus gegrüßt und sind dann in kleinen Gruppen zu den Stationen gewandert. An der Station angekommen hat der Ranger den Kindern etwas über die Hangmoore im Nationalpark erzählt. Um den Kindern die moortypische Flora und Fauna näherzubringen, haben wir vorab im Moor Schilder ausgestellt, auf denen die Tiere und Pflanzen abgebildet waren. Wir haben Ferngläser ausgeteilt und den Schüler/innen die Aufgabe erteilt, die Schilder im Moor zu finden. Dabei war es nicht für alle Kinder selbstverständlich, wie man ein Fernglas benutzt. Im Anschluss haben wir die Schilder besprochen und die Kinder haben berichtet was sie entdeckt haben. Gegen 13:00 Uhr hatten die Schulklassen alle Stationen durchlaufen und sind mit dem Bus zurückgefahren. Nach der anfänglichen Unterstützung durch einen Ranger, war es meine Aufgabe, die Station an dem nächsten Termin, ohne einen Ranger zu betreuen.  An den Nachmittagen der MINT- Tage vielen immer unterschiedliche Aufgaben an, wie z.B. Borkenkäfermonitoring oder Kartierungen von Eichenbeständen.

Marianne Lütkes, Umweltpraktikantin 2018 im Nationalpark Hunsrück-Hochwald