Commerzbank-Umweltpraktikum

Ein Ausschnitt aus dem bundesweiten Junior Ranger Camp 13. – 15. Juli 2018

Schon am ersten Praktikumstag wurde es mir eröffnet: In diesem Jahr ist das Biosphärengebiet Schwarzwald Gastgeber des bundesweiten Junior Ranger-Camps und wir Commerzbank-Umweltpraktikanten dürfen mit von der Partie sein. Was für eine Freude – so was erlebt man schließlich nicht alle Tage!

Meine Aufgabe auf dem Camp sollte neben kleineren organisatorischen Aufgaben vor allem in der Betreuung einer Station auf der Rallye bestehen. Thema der Station: Das Hinterwälder-Rind und die typische Offenlandschaft im südlichen Schwarzwald. Im Vorfeld arbeitete ich dazu ein Quiz aus, in welchem es um Geschichte und Entstehung, Funktionen und Flora der Wiesen und Weiden im Biosphärengebiet ging. Ergänzt wurde das Quiz um ein Tiermemory – natürlich wieder mit Tieren des Offenlandes – welches mit der ganzen Gruppe gespielt werden konnte.

In den Tagen vor dem Camp stieg die Vorfreude (und auch ein bisschen die Anspannung) immer weiter. Es wurden eifrig für jeden Junior Ranger und jede Junior Rangerin sowie für alle Betreuer*innen Stoffbeutel gepackt mit einer Tasse, T-Shirt, Ablaufplan, Camp-Regeln und einer Astscheibe als Namensschild. Noch einmal die Wanderstrecke für die Rallye abgelaufen, die Wege markiert, das Zelt eingepackt und los konnte es gehen!

Nachdem die letzten Gruppen am Freitagabend eingetrudelt waren, ging es für einige schon früh am Morgen des nächsten Tages auf zur Rallye. Während die ersten Gruppen also beizeiten lostrabten, fuhr ich mit einem Kollegen aus dem Biosphärengebiet zu einem Punkt etwa auf der Hälfte der Rallyestrecke, wo wir unseren Pavillon aufbauten. Geschmückt wurde dieser mit Tier- und Pflanzenbildern und mit frischen Gräsern und Kräutern von der Weide nebenan. Als kleines Highlight wurde außerdem ein „mobiles Euter“ aufgestellt, welches wir uns freundlicherweise vom Naturpark Südschwarzwald ausleihen durften.

Die Arbeit mit den Gruppen war dann so vielfältig, wie die Gruppen selbst. Es wurden Beobachtungen zu Landschaft, Landwirtschaft, Tieren und Pflanzen ausgetauscht und die Köpfe rauchten – auch aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen – über den Quizfragen. Herausgefunden werden musste etwa, wieso es im Schwarzwald eben nicht nur Wald gibt, was die Landwirtschaft mit der Offenlandschaft heute zu tun hat oder welche Wiesen- und Weidepflanzen unter Naturschutz stehen, giftig, heilend oder essbar sind. Kostproben vom Thymian oder der Bärwurz gab es direkt von der Wiese dazu. Über das eine oder andere Gespräch und mit Hilfe der Bestimmungsbücher am Stand fanden sich dann auch zu den meisten Fragen die passenden Antworten.

Zum Schluss gab es für jede Gruppe noch eine Melkeinweisung am „mobilen Euter“. Nach Sachkenntnis der schon in der Melktechnik bewanderten Junior Ranger*innen war das Melken unseres Euters zwar nicht mit einem echten Euter vergleichbar, der eine oder die andere schaffte es aber dann doch – wenn auch aus unserem Euter leider nur Wasser rauskam.

Insgesamt war es ein rundum spannendes Wochenende, welches die anderen spannenden Aufgaben des Praktikums, die ansonsten größtenteils im Büro zu erledigen waren, perfekt thematisch und inhaltlich ergänzte.

Christina Kramer, Umweltpraktikantin 2018 im Biosphärengebiet Schwarzwald