Commerzbank-Umweltpraktikum

„Da Woid is‘ moi Hoamat“

Der Spruch „Natur Natur sein lassen“ von Hans Bibelriether ist seit 1970 das Motto des Nationalparks Bayerischer Wald. Auf einer großen Fläche wird hier die Natur sich selbst überlassen und nur von ihrer eigenen Dynamik bestimmt. Die Natur aber gleichzeitig den Menschen, ob jung ob alt, näher zu bringen, greifbar und verständlich zu machen, das ist unser Anliegen hier im Sachgebiet der Umweltbildung. Mein Arbeitsplatz ist in die Nationalparkverwaltung in Grafenau. Ich organisiere zusammen mit dem Team die Sonderveranstaltungen, die vor allem im Sommer stattfinden. Dabei reicht das Spektrum von einem Aktionstag für Menschen mit Behinderung, über das Tummelplatzfest inmitten des Nationalparks, die Standbetreuung auf der Landesgartenschau Würzburg oder das Archefest weit oben beim Gipfel des Lusens. Bei der Planung und Durchführung der Veranstaltungen habe ich weitestgehend freie Hand. Zwar muss letzten Endes alles abgesprochen werden, aber wie und was man machen möchte darf ich mir selbst ausdenken.

Es fällt mir schwer hier einen typischen Tag zu beschreiben, denn es ist wirklich keiner wie der andere. Wir sitzen zumeist mit zwei Commerzbankpraktikanten und zwei FÖJlern in einem Büro und jeder Hilft jedem aus. Wenn eine Veranstaltung kurz bevor steht arbeiten alle daran. Ist einmal etwas mehr Luft gehe ich gern ins Waldspielgelände und mache eine Regelführung oder einen Kindergeburtstag mit. Fakt ist: hier ist immer etwas zu tun! Außerdem gibt es viele Möglichkeiten sich selbst einzubringen, eben da wo man Ideen oder Stärken hat. Kreativität wird hier stets gefördert. Vergessen darf man aber auch nicht, dass die Planung von Veranstaltungen durchaus auch Büroarbeit bedeutet! Nichts desto trotz ist die Mischung von Arbeit draußen und drinnen sehr schön! Und wenn ich nach einem Arbeitstag Frischluft brauche, dann wandere ich einfach aus meiner Haustür los.

Denn untergebracht bin ich im Bergdorf Waldhäuser! Mitten um südlichen Teil des Nationalparks gelegen wohne ich im Gästehaus zusammen mit 11 anderen FÖJlern und Praktikanten. Dadurch ist eigentlich immer was los und man findet jederzeit jemanden zum Wandern oder Karten spielen. Die Tage vergehen hier wie im Flug!


Arne Heinrich, Umweltpraktikant 2018 im Nationalpark Bayerischer Wald