Commerzbank-Umweltpraktikum

Biosphärenfest 2018 in der Gustav-Clauss-Anlage in St. Ingbert

Sonntag, 26.8.2018 - Heute ist es endlich so weit. Der große Tag ist da: Das Biosphärenfest 2018! Seit Beginn meines Praktikums arbeite ich auf diesen Tag hinaus. Ich habe so viel Arbeit und Leidenschaft in die Planung gesteckt und so manche schlaflose Nacht hinter mir. Des Öfteren habe ich auch davon geträumt, wie ich durch die Gustav-Clauss-Anlage gehe und Stände vermesse und einzeichne. Ja, die Planung dieses Festes war schon nervenaufreibend. Aber es ist auch nicht einfach 130 Stände in einer Parkanlage unterzubringen, die uneben ist und dabei gleichzeitig alle Wünsche der Akteure zu berücksichtigen. Im Vorfeld wurde schon viel geflucht und teilweise habe ich kurz vor der Verzweiflung gestanden. Ich habe unzählige Telefonate mit verschiedenen Akteuren und mit den Kollegen aus St.Ingbert geführt. Vielleicht habe ich mir auch alles etwas zu sehr zu Herzen genommen. Ich wollte aber, dass das Fest auf jeden Fall perfekt wird.

Heute ist nun der große Tag. Jetzt wird sich zeigen, ob sich alle Mühen gelohnt haben. Hoffentlich spielt das Wetter mit. Hoffentlich kommen genügend Besucher. Hoffentlich hat niemand Plastikbesteck. Hoffentlich kommen alle Aussteller und hoffentlich stellt sich niemand auf den falschen Platz. Diese und noch viel mehr Gedanken schwebten mir an dem Morgen durch den Kopf.

Es war der erste Morgen nach diesem unfassbar heißen Sommer, an dem es morgens eiskalt war. Wir scherzten ein paar Tage zuvor noch darüber, dass es schneien könnte. An dem Morgen war es wirklich so kalt als könnte das passieren. Vor allem nach dem wir im strömenden Regen die Stände einzeichnen mussten, zweifelten wir an unserer Connection zu Petrus. Doch tatsächlich hatten wir das perfekte Wetter. Nach dem es ein paar Tage geregnet hat, war es nicht so heiß wie die Wo-chen zuvor, trotzdem hatten wir strahlenden Sonnenschein. Dies schien auch den Leuten zu gefallen. Denn pünktlich zum Start um zehn Uhr kamen Scharen an Menschen in die Gustav-Clauss-Anlage geströmt. Ich hatte zwar damit gerechnet, dass das Fest gut besucht sein wird, mit den Menschenmengen hatte ich aber keineswegs gerechnet. Pia, meine Vorgesetzte und Verantwortliche für die Biosphärenfeste der letzten 15 Jahre, meinte, dass das das bestbesuchteste Fest aller Zeiten war. Es war unglaublich, wie viel los war und ich habe mich riesig gefreut, dass an jedem Stand ein riesen Andrang war.

Besonders habe ich mich darauf gefreut, die verschiedenen Akteure endlich persönlich kennenzu- lernen. In den letzten drei Monaten hatte ich so viel über die meisten von ihnen gehört und habe mit vielen schon telefoniert. Automatisch entstand in meinem Kopf ein Bild der einzelnen Personen. Da einige Akteure gleichzeitig Partnerbetriebe sind, hatte ich sie zuvor schon kennengelernt. Ich freute mich riesig darauf, alle an einem Ort versammelt zu haben und die Leute, die ich während des Praktikums kennengelernt hatte kurz bevor ich fertig war, nochmal zu treffen. Doch manche hatte ich noch nie getroffen und war umso gespannter, wer und wie diese sind. Das Biosphären-fest war also der perfekte Abschluss für mein Praktikum.

Ich bekam ein Schild mit der Aufschrift „Veranstaltungsleitung“ und ein Walkie-Talkie und fühlte mich super wichtig. Den ganzen Tag lief ich über das Fest und vergewisserte mich davon, dass alles glatt läuft. Ich war so unheimlich glücklich zu sehen, wie alle Spaß haben und dass sich der Stress der letzten Wochen für alle ausgezahlt hat.

Als das Fest sich dem Ende zuneigte wurden alle Mitwirkende vom Abteilungsleiter für die Abteilung Biosphäre der Stadt St. Ingbert auf die Bühne gerufen. Es war ein unbeschreibliches Gefühl von oben auf der Bühne über die Parkanlage zu schauen und mich einfach nur zu freuen. Als wir von der Bühne wieder unten waren, war ich so von meinen Emotionen übermannt, dass ich sogar ein paar Tränchen verdrücken musste, weil ich sogar etwas traurig war, dass es schon rum ist. Danach saßen wir mit dem Orga-Team noch bei einem Bierchen zusammen und ließen den Tag revuepassieren. Es war wirklich der perfekte Abschluss für mein Commerzbank-Umweltpraktikum beim Biosphärenzweckverband Bliesgau.

Lisa Kipp, Umweltpraktikantin im Biosphärenreservat Bliesgau