Commerzbank-Umweltpraktikum

Tagebuch aus dem Wildniscamp

Liebe/r Tagebucheintragsleser/in!

Ich würde Dir gerne von einem schönen Tag hier im Wildniscamp am Falkenstein erzählen. Du musst Dir vorstellen, dass hier verschiedene Gruppen anreisen, die allerdings nur für ein paar Tage bleiben. Doch in dieser kurzen Zeit können sie viele schöne Erlebnisse auf sich wirken lassen. Auf dem Programm steht vor allem die Natur um sich herum erleben, bewusster wahrzunehmen und eine gute Zeit mit netten, teilweise zuvor unbekannten Menschen zu verbringen.

An diesem besagten Tag wanderten wir als Großgruppe zu unserem Hausberg, dem Falkenstein. Die Gruppe bestand aus jungen Erwachsenen, die gerade ihr freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) absolvierten und aus Flüchtlingen, die im nächstgelegenem Ort untergebracht waren. Das Wetter war gut, die Laune auch. Am Gipfel wurden wir mit einem tollen Ausblick, Sonne und Schokolade belohnt. Sogar das Wildniscamp ist von hier oben deutlich zu erkennen! Zu erzählen gab es viel, sei es über die biologischen Besonderheiten in diesem Gebiet, unsere kulturellen Unterschiede, oder auch die eine oder andere private Flüchtlingsgeschichte.

Als wir wieder im Camp angelangt waren, empfing man uns schon mit leckerem selbstgemachten Essen und einem Lagerfeuer. Doch das war noch nicht alles! Der Trommelkünstler *Balboo* und seine Truppe, die ebenfalls aus geflüchteten jungen Musikern bestand, spielten für uns. Sie spielten auf – mir völlig unbekannten - Instrumenten aus ihren Ländern: traurig, wehmütig und schön. Zur allgemeinen Überraschung zauberte *Balboo* auf einmal lauter kleine Trommeln hervor und so konnten wir alle ein wenig mitspielen. An diesem Abend wurde noch viel gesungen, getanzt und gelacht.

Hannah Schechtner, Umweltpraktikantin 2016 im Wildniscamp im Nationalpark Bayerischer Wald