Commerzbank-Umweltpraktikum

Schauspielerin in einem Schutzgebiet

Foto: Biosphärengebiet Schwäbische Alb


Mitte August, zur Zeit des Urlaubssommerlochs im Biosphärengebiet Schwäbische Alb, kündigte sich ein Kamerateam an, um einen Imagefilm für das 25jährige Jubiläum des ‚Praktikums für die Umwelt‘ von der Commerzbank zu drehen.
Ab da war ich sehr aufgeregt, da ich noch nie in einem Film mitgewirkt habe und ich mich generell nicht gerne zur Schau stelle.
Der erste Termin für den Dreh fiel auf einen Dienstag, an dem die Ausstellung des Biosphärengebiets Schwäbische Alb geschlossen hat und auch keine Klassenführungen oder ähnliches angekündigt waren. So bahnte sich schon an, dass von mir schauspielerisches Talent gefordert würde, da Szenen inszeniert werden mussten. Eine erste Nachfrage nach Veränderungen des Termins gab mir Hoffnung, da der logistische Reiseplan des Filmteams noch nicht feststand. Nach einer ersten Freude über die Zusage meines neu vorgeschlagenen Termins und der baldigen Widerlegung nach ein paar Tagen, trieben mir die Schweißtropfen auf die Stirn. Das Team der Geschäftsstelle stand mir zur Seite und bot mir ihre Kooperation an. So überlegte ich verschiedenste interaktive Szenen mit den Mitarbeiterinnen, wobei der Mangel an Arbeitskräften am Drehtag nicht viel Wahl ließ.

Mit Jochen, einem Mitarbeiter der Umweltpädagogik war ausgemacht, ein zuvor getätigtes Brainstorming nachzuspielen. Eine Woche vor dem Film Dreh wurde Jochen krank und ich war kurz davor es auch zu werden. Susanne, für die ich in dieser Zeit ein Energiequiz entwarf, sprang zögerlich für Jochen ein und wir inszenierten eine Unterhaltung. Der Tag des Drehs war gekommen und wir beide waren sehr unsicher vor der Kamera.

Der Tag verflog im Nu und die zuvor aufgebaute Anspannung war völlig umsonst. Das Kamerateam war supernett und nach dutzenden Wiederholungen der Filmsequenzen war schauspielern Alltag geworden. Susanne blieb die vielen Stunden an meiner Seite. Es wurde zu entspannten Filmstunden und nach Feierabend tranken wir noch ein Bier gemeinsam.

Sabine Mayr, Biosphärengebiet Schwäbische Alb 2014