Commerzbank-Umweltpraktikum

Mein erster Tümpeltag

Foto: Josefine Neuhäuser

Schon Tage zuvor war ich sehr aufgeregt und nun ist es soweit! Endlich ist Tümpeltag! Ende April besucht eine vierte Klasse den Naturpark, um mehr über den Tümpel und seine Bewohner zu lernen. Schon am Abend zuvor hat Joseph, einer der Mitarbeiter des Naturparks, einige der geheimnisvollen und faszinierenden Tümpelwesen gefangen und in ein Aquarium gesetzt. Und wer da alles kriecht und schwimmt! Wasserschnecken, Libellenlarven, Kaulquappen und Wasserläufer. Auch Köcherfliegenlarven gibt es einige und dann natürlich die Molche! Im Tümpel findet man Bergmolche, Teichmolche und sogar Kammmolche (wenn man weiß, an welcher Stelle genau man fischen muss).

Am nächsten Tag zieht die schnatternde Kinderschar bei uns ein. Nach der Begrüßung halte ich im Seminarraum eine Präsentation über die Pflanzen- und Tierwelt des Tümpels, die ich vorher kaum geübt habe. Aber macht nichts, die Kinder starren gebannt auf die Bilder der Tümpelbewohner. „Oh ja, liebe Kinder, wusstet ihr schon, dass bei der Geburtshelferkröte das Männchen den Laich um die Hinterbeine gewickelt rumträgt, bis die kleinen Kaulquappen schlüpfen? Und wisst ihr überhaupt schon, woran man die Larven von Fröschen und Molchen unterscheidet?“ Solches und ähnliches lernen die Kinder noch, ehe wir die Gruppe dann aufteilen. Die eine Hälfte begleitet Joseph an unseren Tümpel, um die eben gesehenen Tiere im Original zu bestaunen (ich kann einen Anflug von Neid nicht unterdrücken). Die anderen bleiben bei mir und wir basteln Froschmasken und Origamifösche. Viel Geduld ist notwendig, doch bis die beiden Gruppen nach einer knappen Stunde tauschen hat jeder seinen Frosch fertig gefaltet. Als auch die zweite Gruppe fertig ist, gehen alle in ihre wohlverdiente Mittagspause. Natürlich nicht ohne vorher noch einmal bei den Molchen vorbei zu schauen, die nun wieder in den Tümpel entlassen werden.

Josefine Neuhäuser, Umweltpraktikantin 2015 im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal