Commerzbank-Umweltpraktikum

Jeder Tag auf seine Art besonders

Foto Henrike Klammer
Schrammsteinaussicht

Hier passieren so viele schöne, interessante und aufregende Dinge. Lange überlegte ich, von welchem Tag ich nun am besten berichten könnte. Da hier jeder Tag auf seine Art besonders zu sein schien, entschied ich mich für eine wilde Führung durch die Schrammsteine der Sächsischen Schweiz mit der 5. Klasse.

06:30 Uhr : Wecker. Aufstehen. Schnell frühstücken und meine Mitbewohner Kevin und Finn wecken. Dick einpacken..Brrrr..es wird langsam kalt. Und dann machen wir uns auf den Weg. Im schönen Morgengrauen stiefeln wir von der halben Höhe des Lilienstein hinab zu unsren Rädern, mit denen wir zum Elbkai nach Bad Schandau fahren um die Klasse an der Fähre zu begrüßen. Wir sind immer wieder gespannt, was uns erwartet.

Ein lautes „Guten Morgen“, manchmal ein vorbereitetes Lied und große, fröhliche und gespannte Kinderaugen begrüßen uns. „Nun geht’s erstmal an der Straße lang, wie verhalten wir uns da am besten?“ „In Zweier-Reihe laufen und auf die anderen aufpassen“ „Super, LOS GEHT’S!“ Die Wildwieseführung, oder auch „Nationalpark erforschen“, ist eine lange Strecke entlang der

Schrammsteine. Mit der gesamten Klasse geht’s erstmal bis zur Emma-Bank bei wir alle gemeinsam frühstücken. Da die Sonne scheint und die Kinder so klasse sind, entscheiden wir uns, die Klasse nur in 2 statt 3 Gruppen aufzuteilen, um anschließend eine Wanderung auf die Schrammsteine zu unternehmen. Der Teil gehört eigentlich nicht zum Programm. Gestärkt durch Knut´s Arbeitskuchen (den gibt es immer, wenn man mit Knut eine Führung hat) geht’s für mich

mit der Gruppe „Nahrungskette“ los. Durch kleine Kärtchen mit Hinweisen müssen die Kinder den Weg nun selber finden, was für einen selber sehr entspannt ist. Nun folgen viele, Stationen, an denen wir spielerisch, erlebnisreich und auch theoretisch den Umfang einer Nahrungskette nahelegen. Dabei werden auch alle weiteren Aspekte, die die Natur und den Nationalpark betreffen berücksichtigt. Es wird viel gefragt, getobt, geschnattert aber auch interessiert mitgemacht.

Nach einer langen Wanderung treffen wir am Schrammtor die andere Gruppe. Nun beginnt für die Kinder der abenteuerlichste Teil. Sie dürfen an den Felsen klettern und in den Höhlen spielen. Dabei werden die besten Leiter-konstruktionen erbaut um möglichst weit hoch zu gelangen. Anschließend gehen wir mit der gesamten Klasse und deren Betreuern auf die Schramm-steine. Dafür geht's ab auf die Stiege. So manch einer muss sich dabei überwinden. Am Ende sind alle stolz es geschafft zu haben und genießen den Ausblick. Auf dem Rückweg werden sogar die Kinder müde und auch wir merken, wie geschafft wir sind. Die Klasse war großartig und wir sind unglaublich zufrieden.

Henrike Klammer, Umweltpraktikantin 2015 im Nationalpark Sächsische Schweiz