Commerzbank-Umweltpraktikum

Hiddensee - Die Perle der Ostsee?

Die Insel Hiddensee wird auch als „Capri des Nordens“ oder „Perle der Ostsee“ bezeichnet. Umso hoch waren meine Erwartungen, als ich in Vitte von der Fähre das erstes Mal die Insel betreten habe.
Aber ich war enttäuscht. Enttäuscht, da ich sofort den Vergleich zu der mir gut bekannten, reizenden ostfriesischen Insel Spiekeroog zog. Doch die freundlichen und offenen Mitarbeiter im Nationalparkhaus ließen mich rasch meine anfängliche Ernüchterung vergessen. Schnell wurde ich in die täglichen Abläufe eingeführt, und doch gleicht kein Tag den anderen. Alleine schon durch die Begegnung mit den Touristen bei den Führungen oder im Nationalparkhaus, den sich daraus ergebenen Gesprächen mit der persönlichen Herausforderung die Fragen besten Wissen und Gewissens zu beantworten. Ich lernte dabei sehr schnell und viel über den Nationalpark mit seinen besonderen Pflanzen und Tieren, die Entstehung der Insel und das sich alles noch in Veränderung durch Wind und Strömung befindet. Das hat meinen Horizont enorm erweitert, insbesondere da ich vor Kurzem auch privat nach Mecklenburg gezogen bin und ich so meine neue Heimat besser kennenlernen kann.

Besonders gefallen mir die Touren der Gebietssicherung und Vogelzählung, denn dabei streife ich mit den Ranger über die Insel. Bei der Gebietssicherung geht es in erster Linie darum Präsenz zu zeigen, Touristen auf Verstöße im Nationalpark aufmerksam zu machen und Müll zu sammeln. Doch gleichzeitig erfahre ich jede Menge durch die Ranger, die mich auf diese oder jene Pflanze aufmerksam machen, mir die Umgebung erläutern und dabei, ganz nebenbei, meine Augen öffnen für die Schönheit der Natur und der Ortschaften. Hiddensee – das ist die Perle der Ostsee, daran besteht für mich mittlerweile kein Zweifel mehr.

Maria Posern, Umweltpraktikantin 2016  auf Hiddensee im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft