Commerzbank-Umweltpraktikum

Heute ist meine erste Führung

Foto: Kevin Kultscher

Heute ist meine erste Führung! Es kommt eine zweite Klasse aus Altenberg im Erzgebirge zu uns auf die Sellnitz, Bildungsstätte und Wohnbereich, knapp unterhalb vom Lilienstein.
Nach zweiwöchiger Einführung in die Bildungsprogramme und mehrmaligem Ablaufen der Wege sollte ich mich eigentlich gut vorbereitet fühlen. Tue ich aber irgendwie nicht. Na, erstmal runter zur Elbe und die Kinder abholen. Eigentlich sollte ich die Führung mit meiner neuen Mitbewohnerin Henrike leiten, leider ist aber ihr halber Backenzahn beim Biss auf die Frühstücksschnitte abgesprengt worden, weshalb ganz spontan Finn, mein anderer Mitbewohner, einspringen musste. Das fängt ja schon mal gut an.

Die Sonne scheint, wir laufen runter, kurze Absprache wer was macht. Die Kinder kommen mit der Fähre an, alles gut. Oben an der Sellnitz wird die Klasse in drei Gruppen eingeteilt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Rowdys nicht in eine Gruppe kommen. Das hat, wie sich später herausstellte, leider nicht ganz geklappt.

Endlich hab ich die Kinder für mich. Die ersten beiden Stationen verliefen ohne Zwischenfälle, „Baumbauen“, ein Spiel zum Verdeutlichen der Funktionsweise der Leitbahnen im Baum hat echt gut funktioniert. Dann erstmal Bude bauen, natürlich für die Tiere, damit sie es schön gemütlich haben. Ich rufe: „Los geht’s, wir laufen weiter!“. Nach einigem Raunen und genervtem Ächzen der Kinder geht es dann auch bald vorwärts. An der nächsten Station werden die „Nachtfalter“ von den Fledermäusen gejagt“. Auf einmal werden wir von einer anderen Kindergruppe mit Finn als deren Anführer überrascht. Es wird kurz gerauft und die entscheidenden Duelle im Zweierkampf ausgefochten. Einige Minuten später ist alles vorbei und wir beschließen die Gruppe vereint zum Ziel zu führen. Nachdem wir an der „Buche Arbor“ vorbei sind, gibt’s eine kleine Mittagspause und dann wird die Klasse schon wieder wohlbehalten zur Fähre gebracht.

Was für ein Tag! Ich bin fix und fertig und muss mich jetzt erstmal zum Mittagsschlaf hinlegen. Bis zum nächsten Mal.

Kevin Kultscher, Umweltpraktikant 2015 im Nationalpark Sächsische Schweiz