Commerzbank-Umweltpraktikum

Hecke, Hecke, Fahrradkette

Zur heutigen Führung im Klausbachtal im Nationalpark Berchtesgaden geht es mit dem Fahrrad. Der Morgen beginnt ganz normal mit meinen Mitbewohner-Commerzis, Tina und Raphi, und einem Müsli. Draußen scheint die Sonne und die gute Laune kommt von ganz alleine. Von der Ramsau ins Klausbachtal ist es zwar nicht sonderlich weit, aber es geht stetig den Berg hoch. Auf dem Weg dorthin genieße ich immer wieder die Aussicht auf die Berge und die Wiesen. Heil dort angekommen bin ich glücklich darüber den Weg mit dem Fahrrad geschafft zu haben. Jetzt erst einmal vor das Klausbachhaus setzen und verschnaufen. Während wir auf den Rest des Umweltbildungsteams warten, es verstreichen jedoch nur ein paar Minuten bis sie da sind, kommen drei junge Kühe vorbei und stehen neugierig vor dem Zaun. Sie lassen sich streicheln und behalten unsere Aufmerksamkeit bis die zwei Busse mit den Schulklassen angefahren kommen.

Zusammen mit Tina habe ich heute die Heckenführung mit einer zweiten Klasse. Die Schulklassen sind recht schnell nach den heutigen Themen Orientierung, Wiese und Hecke  aufgeteilt und es kann losgehen. Nach der Begrüßung wird erstmal zur Auflockerung Heckensalat gespielt mit tanzenden Amseln, kriechenden Mäusen und klatschenden Spinnen. Dann kann es weitergehen mit dem Hecken-Forscherauftrag der sich durch die ganze Führung zieht. Was für Hecken gibt es? Welche Tiere leben darin? Und weshalb?  Kleine Forscher auf Reisen, die erstmal eine Brotzeit brauchen. Nach dem malen von Berberritze, Heckenrose, Holunder und Weißdorn gehen wir zum Schleichpfad. Auf dem Schleichpfad finden die Kinder unsere ausgelegten Heckentierbilder wie zum Beispiel  Spinne, Schnecke, Kröte, Igel, verschiedene Vögel usw. Es wird besprochen für was sie die Hecke brauchen. Danach ist Schluss mit der Theorie. Jetzt ist erstmal Zeit für Heckenfangsti zum Austoben und zum Schluss noch ein eins, zwei oder drei. Die Führung geht dem Ende zu. Wir verabschieden uns. Anschließend setzen wir uns wie zu Anfang der Führung erst mal wieder vors Klausbachhaus und merken, dass die Führung Spaß gemacht hat. Auch wenn sie an ein paar Stellen improvisiert war, ich die Programmpunkte ausversehen vertauscht habe oder wir die Kindermeute vorm Rennen in den Schleichpfad aufhalten mussten. Nach dem Ausschnaufen geht es wieder ab aufs Fahrrad und zurück in die Ramsau einfach rollen lassen. Der Tag endet mit Aufräumen der Materialen für die Führung und dem Packen für den nächsten Tag.

Annkatrin Fickel, Umweltpraktikantin 2016 im Nationalpark Berchtesgaden