Commerzbank-Umweltpraktikum

Fotowanderung mit den Jungspechten im Nationalpark

Im Rahmen einer Veranstaltung anlässlich des fünfjährigen Jubiläums des Unesco-Weltnaturerbes sollten von der Umweltbildung des Nationalparks mit den örtlichen Junior-Ranger-Gruppen Fotos zum Thema Frühling gemacht werden. Die besten eingesendeten Fotos würden auf dem Weltnaturerbe-Tag von einer Jury prämiert werden.
Am 11. Mai sollte die erste Foto-Tour starten. Dazu war geplant mit dem Fahrrad in den Nationalpark zu fahren und immer wieder Stopps zu machen um Fotos zu schießen. Da meine Betreuerin an diesem Tag unfallbedingt ausfiel, bereitete ich mich alleine auf die Tour vor. Wichtig erschien mir etwas zu essen und zu trinken mitzunehmen, damit man unterwegs ein Picknick machen könnte. Kinder freuen sich ja auf eine Pause, und mehr noch wenn es dabei was zu naschen gibt. Ich nahm meine eigene Kamera mit und noch eine zweite aus dem Materiallager der Umweltbildung.
Um sicher zu gehen, fuhr ich die geplante Strecke morgens noch einmal ab und merkte mir Haltepunkte, wo die Kinder interessante Fotos machen könnten. Dann kaufte ich Essen und Trinken ein und fuhr zur Schule um die Jungspechte abzuholen. Drei Kinder waren da, wovon zunächst nur eines ein Fahrrad, und niemand eine Kamera dabei hatte. Beste Voraussetzung für die bevorstehende Fahrradtour. Immerhin wurde ein zusätzliches Fahrrad auf dem Weg zum E-Werk noch von den Eltern vorbeigebracht. Da aber weiterhin ein Rad fehlte, wurde aus Radeln letztlich Wandern. Hinter dem E-Werk gibt es einen Pfad, der in den Wald führt. Den nahmen wir und spazierten so ein Stück weit in den Nationalpark hinein. In der ersten halben Stunde war das Fotografieren noch interessant, dann verloren die Kinder
schnell das Interesse und wollten picknicken. Das taten wir dann an einem schönen Flecken im Wald. Während wir picknickten, hatten wir eine besondere Begegnung. Ein paar Dammhirsche und –kühe passierten uns in einiger Entfernung. Das wurde natürlich sofort fotografisch aufgenommen. Trotz der Planänderung war es ein schöner Spaziergang und die Kinder konnten tolle Eindrücke mit nach Hause nehmen.
Nachdem ich selbst zu Hause ankam, machte ich noch einen Abstecher in das nahegelegene Waldgebiet Dwasieden. Das liegt fünf kaum fünf Minuten zu Fuß von der Wohnung und ist einfach wunderbar zum Runterkommen und um die eigenen Gedanken zu sortieren. Man ist nah an der Ostsee und hat die Stille des Waldes um sich ohne die Touristen des Nationalparks. Dann ging ich nach Hause.

Philipp Eisinger, Umweltpraktikant 2016 im Nationalpark Jasmund