Commerzbank-Umweltpraktikum

Fledermäuse - Nachtgestalten der Dämmerung

Foto: Annika Schröder

Im August ist mitunter die beste Zeit, um Fledermäuse zu beobachten. Bei guten Wetterbedingungen sind die Besucher zahlreich. Kinder und Erwachsene zu gleichen Teilen haben sich zur wöchentlich stattfindenden Führung versammelt. Zunächst wird den Besuchern ein Kurzvortrag über Fledermäuse geboten, wo die wichtigsten Fakten zusammenfassend vermittelt werden.

Im gesamten Harz kommen 19 Fledermausarten vor. Deutschlandweit sind es 25. Die meisten Arten sind bedroht, der Schutzstatus hat sich in den letzten Jahren verstärkt, halbwegs stabile Bestände sind das bisherige Ergebnis zahlreicher Bemühungen. Öffentlichkeitsarbeit und Informationsbereitstellung ist ein Teil des Schutzkonzeptes. Nach einer guten halben Stunde werden die Gemüter ungeduldig, die Dämmerung hat eingesetzt. Es ist nun tatsächlich an der Zeit, den Seminarraum zu verlassen und zum Kurpark in der Nähe des Nationalparkhauses zu spazieren. Mit dem „Fledermausdetektor“ im Anschlag (Übertragungsgerät, welches die Ultraschallgeräusche der Fledermäuse für das menschliche Ohr hörbar macht) bewegen wir uns leise und im Gänsemarsch durch den Park. Köpfe nach oben gestreckt, Ohren aufgestellt. In der Dämmerung können wir die Fledermäuse noch gut mit unseren Augen erkennen und beobachten, wie sie sich nähern, über unsere Köpfe flattern und sich dann hektisch wieder entfernen. Fasziniert lauschen die Besucher auf die Laute, welche der Detektor auswirft. Nach ungefähr zwei Stunden verlassen wird den Park wieder und kehren gemeinsam zurück zum Nationalparkhaus.

Annika Schröder, Umweltpraktikantin 2015 im Nationalpark Harz