Commerzbank-Umweltpraktikum

Erlebnisse im Naturpark Eichfeld-Hainich-Werratal



oder: wie die Zeit im Nu dahingeht.

Hiermit möchte ich über meine bezaubernde Zeit im Naturparkzentrum Fürstenhagen berichten. Es ist schon September, und das heißt, dass die zwei Monate, die ich bereits hier bin, wie im Flug vergangen sind. Es muss zugegeben werden, dass alles besser, als ich erwartet habe, läuft. Der Naturpark bietet sozusagen ein Paradies auf Erden, das ganz weit weg von dem Betondschungel oder der sogenannte Stadt ist. Dieses Praktikum bietet mir nicht nur die Gelegenheit, meine Kenntnisse über die Natur zu erweitern, sondern auch die Gelegenheit, am Ende des Tages meine Ruhe zu genießen, Bücher zu lesen, Fahrrad zu fahren, laufen zu gehen, meine Gemüse und Obst selber zu ernten…etwas, woran ich mich nie langweile werde.!

Über unvergessliche Tage kann ich selbstredend berichten,  zum Beispiel mein erster Tag hier, wobei zwei von den lehrreichen Programmen, die hier im NP zur Verfügung stellen, durchgeführt wurden. Vormittags fand das Programm Wildtier des Jahres 2016 beziehungsweise der "Feldhamster“ statt und dabei waren 10 Kinder, die den Start in die Schule geschafft haben. Durch ein paar interaktive Spiele haben die Kinder einiges über dieses schöne Tier gelernt. Die Aktion endete mit der Herstellung von Buttons mit dem Feldhamstermotiv. Direkt nach dem Mittagessen kam die andere Schülergruppe, die ebenso in die erste Klasse geht. Mit ihnen haben wir das Programm 'Vom Korn zum Brot' durchgeführt, wobei die Kinder über die Geschichte des Brotes und die verschiedenen Getreidenarten lernten. Natürlich endete die Aktivität mit dem Backen leckerer Roggenbrote.

Ein weiterer unvergesslicher Tag war dieser, wobei wir eine Nacht in der Biwak Station verbracht haben. Was für eine besondere Erfahrung, nur den Himmel über dem Kopf und ein Lagerfeuer zum Schlafen gehabt zu haben! An diesem Tag sollte die Perseiden uns mithilfe ihrer Kraft einen wahren Sternschnuppenregen bescheren und obwohl wir eine wolkenbedeckte Nacht hatten,  haben sich die Wolken nach einer Weile endlich verzogen, um uns einen sternenklaren Nachthimmel zu präsentieren. Obwohl ich keine sah, war das Erlebnis einfach ausgezeichnet.

Und da aller guten Dinge drei sind, möchte ich dieses „Tagebuch“ mit dem Bericht zweier sonniger Tage beenden, wobei es mehr Kinder als Fürstenhagener (60) gab. 80 Kinder der ersten und dritten Klasse haben uns an einem Dienstag und die anderen am Donnerstag, aber diesmal mit Kindern der 3. und 4. Klasse, besucht. Der Leiter der Junior Ranger, Stefan Sander, hat verschiedene Stationen aufgebaut, die u.a. aus einem Barfußpfad, einem Glücksrad, einer Buttonmaschine und einem Segen eines Ringes bestanden. Es hat nicht nur beiden Gruppen einen riesigen Spaß gemacht, sondern auch Stefan und mir.

Es lohnt sich zweifellos, ein Naturmensch zu sein. Es ist nur weiterzuempfehlen.
Bislang habe ich so viele tolle Sachen erfahren, sodass ich leicht vermutete, dass ich das Ganze vermissen werde. Aber zuerst habe ich noch einen Monat vor mir.  

Rosangel Segovia, Umweltpraktikantin 2016 im Naturparkzentrum Fürstenhagen im Naturpark Eichfeld-Hainich-Werratal