Commerzbank-Umweltpraktikum

Ein getaufter Siebenschläfer und Sahnetorte für alle

Foto: Wencke Wendtland

Am Samstag, dem 30. Mai fand das 20. Sellnitzfest unter dem Motto „Sagenhafte Naturschätze“ statt. Die Sellnitz ist ein ehemaliger Dreiseithof auf halbem Weg bergauf zum Lilienstein, in dem seit 1995 die Kinder- und Jugendbildungsstätte des Nationalparks Sächsische Schweiz untergebracht ist.
Dort habe ich auch mein kleines Zimmer unterm Dach des alten Pferdestalls.
Sonst idyllisch ruhig, wuselten am letzten Samstag im Mai schon am frühen Morgen viele Menschen emsig über die Wiese, um das Fest vorzubereiten. Bei Cosima, einer freien Mitarbeiterin des Nationalparks und mir konnten die Gäste im Schatten des alten Kirschbaums Stoffbeutel mit Kartoffeln, Äpfeln und Blättern bedrucken und zum Trocknen in seinen Ästen aufhängen. Was für einen herrlich bunten Baum das ergab! Außerdem konnten die Besucher mikroskopieren, auf den Spuren der Ameisen wandern, Gold waschen, Karten basteln, den Wald erleben und alten Sagen und Märchen lauschen. Höhepunkt war die Namenstaufe des Maskottchens der Sellnitz, einen Bilch (Siebenschläfer), auf den Namen Billy Bilch durch die Besucher des Nationalparks, die  schon Wochen vor dem Fest ihre Vorschläge bei uns eingesendet hatten.
Zwei Vertreterinnen der Commerzbank waren auch gekommen mit einem riesigen Sahnestück, genauer gesagt einer gigantischen Schoko-Kirsch-Sahnetorte in Form vom Lilienstein mit Elbtal, im Gepäck! Gefeiert wurde nämlich auch das 25jährige Bestehen des Nationalparks und die ebenso lange Unterstützung der Commerzbank Umweltpraktikanten. Insgesamt 60 Junior Ranger aus der Region und Tschechien durften die Torte mit eigenem Tafelsilber (in Bezug auf das Nationalparkprogramm von 1990, welches der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizäcker und Bundesumweltminister Klaus Töpfer als das „Tafelsilber der deutschen Einheit“ bezeichneten) verspeisen. Die Torte reichte natürlich für alle Besucher des Festes und wurde bis zum letzten Krümel aufgegessen.
So fiel ich, nicht lange nachdem der letzte Gast zurück ins Tal gewandert war, zufrieden voll mit Zucker im Bauch und bunten Eindrücken todmüde in mein Bett.

Wencke Wendtland, Umweltpraktikantin 2015 im Nationalpark Sächsische Schweiz