Commerzbank-Umweltpraktikum

Ein ganz normaler Tag

Foto: Friederike Gaß


Es ist der 7. September 2014 und ein ganz normaler Tag beim Biosphärenzweckverband Bliesgau. Ganz normal?

Oh nein, bestimmt nicht. Denn so etwas wie normale Tage gibt es hier nicht!

Bevor ich mein Praktikum hier im Biosphärenreservat Bliesgau begann hatte ich keine Ahnung von dem „wunderschönen“ Bliesgau, wusste nicht einmal genau wo dieser überhaupt liegt.

„Was willst du denn da?“ haben mich alle gefragt. Jetzt weiß ich es ganz genau: eine der schönsten Landschaften Deutschlands erkunden, viele bemerkenswerte Menschen treffen und ein Praktikum voller Möglichkeiten erleben.

Aber ich schweife ab… Der 7. September also, Tag des Biosphärenfestes: 1 Park, knappe 100 Aussteller, über 10.000 Besucher und mittendrin: Ich.

Was eigentlich als ein Nebenprojekt für mich starten sollte ist mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen.

Es ist 11:00 Uhr morgens und ich stehe umgeben von alten Bäumen in einem wunderschönen Park, um mich herum beruhigt sich langsam alles während gleichzeitig das diesjährige Biosphärenfest mit den ersten Besuchern zum Leben erwacht. Vom veganen Burger aus Bliesgau-Linsen, leckerem Biosphären-Eis oder selbstgebackenem Brot ist alles dabei und auch die Kinder kommen beim Schminken oder Memory spielen nicht zu kurz. Informationen zum Bliesgau, seinen Bewohnern und Besonderheiten kann man erfahren, beim Gemeinschaftsstand der Förster selbst mit anpacken oder sich einfach nur von der Musik auf der Bühne mitreißen lassen – für jedes Gemüt ist etwas dabei.

In die Organisation bin ich schon in meiner zweiten Woche des Praktikums mit eingestiegen, doch erst seit circa zwei Monaten geht es so richtig rund. Vor allem die Standaufteilung der Teilnehmer und damit Verbunden die Erstellung des Faltblattes mit einem kleinen Lageplan kosteten viel Zeit und zwischendurch einen Großteil meiner Nerven. Inzwischen sehe ich selbst das kleinste Straßenfest mit anderen Augen: noch nie zuvor habe ich mir über Schankerlaubnisse, Preisabsprachen und die Sicherheit der Anwohner Gedanken gemacht. Die Liste der Stolperfallen ist lang, Kommunikationsprobleme vorprogrammiert. Aber am Ende ist alles vollbracht, der Tag des Biosphärenfestes erreicht und alles vergeben und vergessen.

Heute haben meine Kollegen und ich den ein oder anderen Kilometer zurück gelegt, viele Fragen beantwortet und versucht alle Wünsche zu erfüllen und am Ende bleibt nur zu sagen: es war ein wunderschöner Tag, an dem ich viel erlebt und noch mehr gelernt habe. Doch für Wehmut ist hier beim Biosphärenzweckverband Bliesgau eh keine Zeit, denn schon steht das nächste spannende Projekt vor der Tür….

Friederike Gaß, Biosphärenreservat Bliesgau 2014