Commerzbank-Umweltpraktikum

Ein ganz normaler Tag im Multimar Wattforum

Ein ganz normaler Tag im größten Informationszentrum für den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, dem Multimar Wattforum… . Oder wie beginnt man einen Tagebucheintrag? Naja -  heute Morgen bin ich um 8.30 Uhr bei der Arbeit angekommen – wie immer mit dem Fahrrad, weil morgens hat man ja nicht so viel Zeit, um noch pünktlich zu kommen, wenn man zu Fuß geht. Nach der morgendlichen Begrüßungsrunde „Moin“ wie man hier im Norden so sagt, geht es erst einmal zum Dienstplan. Was steht heute an? Aha zuerst einmal die Ausstellung vorbereiten, dann kommt später noch eine 6. Klasse zum Forscherlabor, und vielleicht schaffe ich es zwischendurch noch ins Büro um an meinem Projekt weiterzuarbeiten. Die Ausstellung vorbereiten – das heißt zunächst einmal wieder „Moin“ sagen zum Küchenteam, zu den netten Damen (und Herren) an der Kasse und natürlich zu den Aquarianern, die bestimmt schon ein paar Stunden da sind. Dann verteile ich die Hocker, sodass die Besucher sich später an den schönsten Stellen im Multimar einfach hinsetzen können und die etwas jüngeren Besucher auch gut ins Aquarium sehen können. Natürlich darf das Putzen der Glasscheiben nicht vergessen werden, sonst kann man leider nicht viel sehen. Ach ja und wenn man schon beim Putzen ist, kann man auch schauen wo sich die kleinen Tintenfische verstecken, ein bisschen bei den Seepferdchen verweilen und sehen wie die Fische heute so drauf sind. Ja wunderbar, wenn man so nette Kollegen hat, die schon das Labor vorbereiten, also klatschen wir einmal kurz ab und da kommen auch schon unsere Schulklassen. Nachdem alle Schüler auf der Toilette waren und die Lehrer sich sortiert haben, zieht die eine Klasse mit meiner Kollegin ins Labor und ich gehe mit meiner Klasse in die Ausstellung. Da noch nichts los ist und die Klasse auch keinen Zeitdruck hat, haben wir eine ganz entspannte Führung im Multimar mit vielen unterschiedlichen Fragen der Schüler.. Dann helfe ich im Labor beim Umbauen und meine Klasse kann sich in Ruhe noch einmal alles ansehen und darf einen Arbeitsbogen bearbeiten. Nach der Besprechung kommt das Sahnehäubchen des „Forscherlabors“: Wir gehen jetzt auch ins Labor. Dort haben wir ein paar Versuche vorbereitet. Für die Klasse heute war es am interessantesten die Seesterne „Patrick“, „Sterni“, „Karl“, „Nubbi“ und „Patricia“ anzufassen und zuzusehen wie sie sich umdrehen – das nenne ich mal eine echte Primärerfahrung. Einfach gut. Ja, schon ist das Programm zu Ende ich schaffe es nicht mehr ins Büro (vielleicht, weil ich einfach keine Lust habe noch vor dem Computer zu sitzen und morgen ja auch noch ein Tag ist). Und da das Wetter so schön ist überrede ich meine Mitbewohnerin und wir gehen tatsächlich noch nach Sankt Peter-Ording an den Strand.

Valerie Wachter, Umweltpraktikantin 2016 im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer