Commerzbank-Umweltpraktikum

Der Zauber der Eifel

Foto: Annika Dannenberg

..lange habe ich überlegt: Welchen meiner vielen aufregenden Eifel-Tage wähle ich aus um ihn als Tagebucheintrag zu verschriftlichen, welcher beschreibt am ehesten meine Arbeit und mein persönliches Wohlgefühl hier. Eher ein Highlight, wie die 10-Jahres-Feier, einer der Drehtage zu meinen Kurzfilmen? Ein „typischer“ Tag, gibt es einen solchen überhaupt in meinem Leben als Commerzbank Umweltpraktikantin im Nationalpark Eifel? Die Antwort ist: Ja, bis 9.30Uhr ganz bestimmt. Denn bis dahin beginnen meine Tage nahezu gleich. Da ich hier auf dem berühmt-berüchtigten Gemünder Salzberg lebe genieße ich jeden Morgen auf dem Weg zum Büro die wunderschöne Aussicht auf den Nationalpark, dessen Wälder sich auf der anderen Seite des Tales erstrecken. Dementsprechend langsam und bedächtig ist auch mein Weg zur Arbeit. Zunächst dachte ich die Gewöhnung wird irgendwann einsetzen und ich gehe etwas zügiger, aber die Eifel hat etwas an sich, einen Zauber der einen einfängt und nicht loslässt. Allein die Wolkenformationen die sich über das Gebiet ziehen sehen jeden Tag anders aus, das Lichtspiel der Sonne ob am Morgen oder Abend verleiht der Umgebung eine ganz besondere Stimmung. Auch ein Phänomen, obwohl es häufig stark geregnet hat ist mir dir gesamte Zeit hier vorwiegend sonnig in Erinnerung. Da ich von einem meiner Vorgänger weiß dass es ihm ähnlich erging frage ich mich, kann das allein an der strahlenden Deckenbeleuchtung und dem herzlichen Team im Büro liegen oder ist da doch Magie im Spiel!?…apropos Büro. Wenn ich es dann geschafft habe anzukommen überlege ich während ich an meinem Kaffee schlürfe und dem PC aus seinem Schlaf verhelfe welcher meiner Aufgaben ich mich zuerst widme. Beginne ich mit der Pressemitteilung die noch verfasst werden möchte, beschäftige ich mich mit der Revision eines Naturerlebnispfades oder arbeite ich doch lieber weiter an meinem Film zu den Geocaching-Regeln im Nationalpark!? Einer Sache bin ich mir jedoch nahezu jeden Tag bewusst, bei einem reinen „Bürotag“ bleibt es eher selten. Die Wanderschuhe stehen daher nach einer kurzen Lehr-Phase immer im Büro parat. Man weiß ja nie was kommt, Fachexkursionen zum Thema „Wald in Entwicklung“, Journalistentermine, Baustellenbegehung zum neuen Naturerlebnispfad „Wilder Weg“, dessen Eröffnung, die Verleihung UN-Dekade Projekt und so weiter und so weiter... Die Liste könnte noch eine Weile ausgedehnt werden. Dankbar nehme ich jede Einladung zur Begleitung an, denn so bekomme ich nicht nur einen super Überblick über diese unglaublich schöne Naturlandschaft und erhöhte Sauerstoffzufuhr, sondern zusätzlichen Input zu vielen interessanten Themen, Fragestellungen und Aufgaben die es in einem solchen Schutzgebiet zu bearbeiten gilt und lerne viele interessante Menschen kennen. Mittlerweile ist meine Zeit in der Eifel vorbei, meine Projekte sind abgeschlossen, meine Erwartungen weit übertroffen…doch der Zauber bleibt und hält mich weiter fest…

Annika Dannenberg, Nationalpark Eifel 2014, Fachgebiet Kommunikation und Naturerleben