Commerzbank-Umweltpraktikum

Strandschätze

Nach knapp 6 Wochen Praktikum im kleinsten, aber schönsten Nationalpark Deutschlands – dem Nationalpark Jasmund auf Rügen – war es soweit: Ich sollte als Commerzbank Umweltpraktikantin mein erstes Projekt alleine durchführen. Das hieß im Klartext: Einen Vormittag mit Kindern aus der Region im Rahmen des Ferienpasses zum Thema „Strandschätze“ in der sagenumwobenden Piratenschlucht verbringen. Störtebeker soll dort angeblich einen seiner vielen Schätze versteckt und so über die Jahrhunderte unzählige Schatzsucher angelockt haben - aber auch am Strand lassen sich unzählige „Schätze“ finden, die zwar nicht aus Gold sind, aber dennoch genauso wertvoll!

Also ging es morgens um 09.30 Uhr samt Presse und Commerzbank Pressesprecher mit 10 Kindern vom Treffpunkt aus los auf den 30-minütigen Fußmarsch in die Piratenschlucht am Rande des Nationalparks. Dort angekommen habe ich den Kindern in (zum Glück) strahlendem Sonnschein zunächst einmal erklärt, wie die über uns aufragenden Kreidefelsen eigentlich entstanden sind – nämlich durch ganz kleine Kreidetierchen, die zur Zeit der Dinos im Schelfmeer über Rügen gelebt haben. Auch haben in dieser Zeit die viele andere Tierchen gelebt, die wir noch heute als Fossilienschätze am Strand finden können. Bevor wir uns aber die Tiere und die dazugehörigen Versteinerungen spielerisch in Form eines Memories genauer angeschaut und anschließend gesucht haben, wurden zunächst kleine Jutebeutel bemalt, sodass sie gleichzeitig auch noch als „Tic Tac Toe“ Spielfeld nutzbar sind. Wir haben also sogar drei Fliegen mit einer Klatsche gefangen: 1. Wir haben einen Beutel, sodass unsere später gefundenen Strandschätze nicht verloren gehen, 2. Der Beutel ist ein cooles Tic Tac Toe Spiel und 3.) die Spielfiguren dafür sind unsere ersten Strandschätze: selber gesuchte Steine die mit Farbe noch schön verziert wurden.

Als alles fertig gefunden, angemalt und verziert wurde ging es dann weiter mit dem Memory. So haben die Kids gelernt wie die Tierchen früher im Meer eigentlich ausgesehen haben, welchen Namen sie haben und vor allem wie sie heute als Fossilien am Strand zu finden sind. Natürlich haben wir im unendlichen Fundus der Umweltbildung (fast) alle Fossilien als Anschauungsmaterial dagehabt, sodass sie danach auch in echt einmal bestaunt werden konnten. Danach ging es mit einem weiteren „Memory zum Anfassen“ weiter. Jeder hatte die Aufgabe 5 Gegenstände (Donnerkeil, Hühnergott, Treibholz, Granit, Sandstein) am Strand zu finden. Neben den gesuchten Gegenständen wurden natürlich unzählige weitere Schätze – wie zum Beispiel versteinerte Seeigelstachel- gefunden. Auch eine ganze Reihe schön bunter, glitzernder oder spitzer Steine, deren Name und Herkunft Dank Bestimmungsbuch ganz einfach herausgefunden werden konnte.

Nach zwei Stunden voller Sonne, Meer und Strandschätze wurde es dann langsam Zeit den Rückweg anzutreten. Und so kamen nach noch einer kurzen Pause mit Saft und Keksen 10 glückliche Kinder mit einem Beutel voller aufregender Strandschätze wieder am Ausgangspunkt an und wurden von ihren Eltern freudig in Empfang genommen.

Rebecca Mole, Umweltpraktikantin 2017 im Nationalpark Jasmund