Commerzbank-Umweltpraktikum

Sommerpressereise

Heute war ein sehr langer, aber auch hochinteressanter Tag.

Früh morgens bin ich mit dem Fahrrad zur Geschäftsstelle des Biosphärengebiets gefahren. Nachdem ich den Dienstwagen beladen und meinen Arbeitskollegen eingesammelt hatte, fuhren wir zu unserem ersten Ziel an diesem Tag. Die Bäckerei Scholderbeck ist Partner des Biosphärengebiets und legt besonderen Wert auf Regionalität, Naturschutz, soziale Themen und ist obendrein Bio-zertifiziert. Hier begrüßten wir die Politiker um den Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg, Andreas Schwarz, und stellten einen Werbefilm vor, welcher vom Biosphärengebiet für die Partner konzipiert wurde und immerhin den 4. Platz beim deutschen Wirtschaftsfilmpreis schaffte. Danach besichtigten wir die Bäckerei und fuhren anschließend weiter zur Ziegelhütte, in Ochsenwangen. Die Ziegelhütte ist eine Jugendhilfeeinrichtung und ein Demeter Hof. Jugendlichen wird hier unter anderem die Chance geboten, eine Ausbildung zum ökologischen Landwirt zu machen. Nach einer interessanten Führung über den Hof und eine leckere Verköstigung der hauseigenen Spezialität, Mostkäse, ging es weiter zum ehemaligen Truppenübungsplatz in Münsingen.

Hier wurden zwischen Vertretern der Schäferei und den Politikern die Möglichkeiten für eine Förderung der Schäferei, welche einen hohen Dienst für den Naturschutz leistet, besprochen und konkrete Projekte festgehalten. Nach einem leckeren Mittagessen im Gasthof Hermann, einem weiteren Partner des Biosphärengebiets, ging es weiter nach Bremelau zur Hofmolkerei Schmid. Hier stellte ein weiterer Arbeitskollege von mir das Leitprojekt „Biosphärenprodukte unter einem Dach“ vor. Ziel des Projekts ist es alle Produkte im Biosphärengebiet unter einem einheitlichen Erscheinungsbild zusammenzuführen, um die öffentliche Wahrnehmung für regionale Produkte mit Naturschutzleistungen zu stärken und neue Absatzwege zu schaffen. Ich war in vielen Sitzungen des Projekts zugegen, in denen zum Beispiel zusammen mit den verarbeitenden Betrieben die Kriterien für die Produkte erarbeitet wurden.

Nach einem Zwischenstopp in Ehingen, wo wir ein Projekt der Stiftung Naturschutzfond zum „Biotopverbund von Kalkmagerrasen“ begutachteten, besichtigten wir die Biomanufaktur Rose. Die Suppen aus dem Familienunternehmen werden aus regional erzeugten Demeter- und ökologischen Rohstoffen hergestellt und Deutschlandweit im Bio-Fachhandel verkauft. Anschließend gab es noch Kaffee und Kuchen im Restaurant Rose, welches ebenfalls nur Demeter- und Bioprodukte verarbeitet und die Speisekarte flexibel nach den Bedürfnissen der regionalen Bauern ausrichtet.

Nach abschließenden politischen Debatten zwischen Politikern, verarbeitenden Betrieben und Vertretern des Biosphärengebiets, fuhr ich zunächst meine Arbeitskollegen zum vereinbarten Treffpunkt zurück, um dann wieder zur Geschäftsstelle zu fahren. Nachdem ich das Auto entladen und die Fotos vom Tag im PC abgespeichert hatte, fuhr ich mit dem Fahrrad wieder nach Hause. Noch einmal ließ ich den Tag Revue passieren; es war sehr interessant die politischen Diskussionen, die verschiedenen Betriebe und insbesondere die Leute dahinter kennenzulernen. Dann viel ich schnell in einen tiefen Schlaf.

Jonas Brandl, Umweltpraktikant 2017 im Biosphärengebiet Schwäbische Alb