Commerzbank-Umweltpraktikum

Kurz vor Schluss

Das Praktikum im Nationalpark Berchtesgaden ist nun fast vorbei. Eine letzte Arbeitswoche, gespickt mit Verabschiedungsveranstaltungen wie einem gemeinsamen Abschlussfrühstück, Betriebssommerfest etc. steht noch bevor. Heute habe ich meine allerletzte Führung im schönen Klausbachtal und glücklicherweise sogar meine Lieblingsführung, die sog. „Nationalpark-Allgemein"-Führung. Zusammen mit einer 5. Klasse fahren wir mit dem Alm-Erlebnis-Bus bis zur Station Hirschbichl. Dieser Pass markiert den Grenzübergang nach Österreich und hat eine sehr lange Geschichte. Ab dem 13. Jahrhundert diente er der Salzausfuhr nach Tirol. Da in der anderen Richtung Salzburg und Bad Reichenhall liegen, die beide über eigenes Salzvorkommen verfügen, war dies lange Zeit die einzige Möglichkeit das Salz zu vertreiben. Benannt ist das Klausbachtal nach der „Klause", die ebenfalls am Hirschbichl zu finden ist. Diese wurde früher genutzt, um Wasser aufzustauen, in dem geschnittene Baumstämme gesammelt wurden. Waren genügend Baumstämme beisammen, konnte der Verschluss der Klause geöffnet werden und das gestaute Wasser samt Stämme wurde Richtung Tal geschwemmt. Hier sollte es als Feuerholz zur Erwärmung der Salzpfannen dienen. Das erzählen wir auch den Kindern und laufen dann zur Bindalm, wo wir uns einen original Rundumkaser anschauen und den Alltag auf einer Alm besprechen. Dann legen wir erstmal eine Brotzeit-Pause ein bei einem atemberaubenden Berg-Panorama. Wir schauen auf die Mühlsturzhörner. An so einen Ausblick kann man sich einfach nicht gewöhnen. Und wir haben Glück: Auch die Klasse ist beeindruckt. Den Weg zurück zum Klausbachhaus lockern wir mit Spielen und Hintergrundwissen zum Nationalpark auf. Und obwohl sich der Weg zieht, gibt es fast keine Beschwerden. So macht Arbeit Spaß. Kurz vor Schluss werfe ich noch einen letzten Blick zurück in’s Klausbachtal und erinnere mich an die vielen schönen Momente hier, sowohl während der Arbeitszeit als auch in der Freizeit. Es fühlt sich schon fast ein bisschen an wie Heimat. Der beste Abschluss für so einen Tag ist ein Eis am Hintersee. Das gibt es hier in einer selbstgebackenen Zimt-Waffel. Den Ausblick auf das Hochkalter-Massiv und den Hohen Göll gibt’s kostenlos dazu.

Johanna Reger, Umweltpraktikantin 2017 im Nationalpark Berchtesgaden