Commerzbank-Umweltpraktikum

Kinder im Unterholz

Ein vollbesetzter Polo. Im Kofferraum stapeln sich die Wanderschuhe und Rucksäcke. Der Motor wird umgelassen und eine CD eingeschoben: „Italien 2017“. Die Melodie von „Felicita“ von Romina Power tönt durch das Auto. Nein, wir fahren nicht in den Urlaub. Wir fahren zur Arbeit. Natürlich kann man das hier im Nationalpark Bayerischer Wald schon mal verwechseln. Aber ganz offiziell mache ich ein Commerzbank-Umweltpraktikum im Bereich Sonderveranstaltungen.

Und so fahren wir zu „Felicita“ und Sonnengefühl auf der Haut in die Verwaltung. Zunächst geht es ins Büro: Ferienprogramm für 25 Kinder vorbereiten. Mittlerweile sind wir Praktikanten schon ein eingespieltes Team. Mit Überlegungen unter anderem zu „Blinde Raupe“ oder „Fledermaus und Motte“ wühlen wir uns durch Lagerräume und Aufbewahrungsorte, bis unser Konzept samt Ausrüstung steht: drei Stunden Ferienprogramm zum Bersten gefüllt mit Spiel, Spaß und Waldwissen.

Wir sehen schon von weitem einen Bus voll wuselnder und gut gelaunter Kinder auf dem Parkplatz, die Lust auf Wald haben. Also ab in den Wald über Stock und Stein. Als Pilzexperten, Totoholz-Ritter, Triftanlagen-Führer und Rudelgänger erobern die Kinder das Gelände, balancieren auf Stämmen, bauen Dämme und meistern Mutproben fabelhaft. Auch wenn hier und da mal eine Schramme auftaucht, kein Grund den Spaß zu verlieren, denn die Kinder sind ganz schön hart im Nehmen. Da ist unsereins nach drei Stunden Spielen schon mal platt, während die Kinder um einen rumtanzen und fragen, was wir als nächstes machen. So kann ich mit einem anerkennenden Lächeln für die kleinen Energiebündel in den Feierabend starten. Vielleicht werde ich heute Abend noch wandern gehen… 

Corinna Loewert, Commerbank-Umweltpraktikantin 2017 im Nationalpark Bayerischer Wald im Bereich Sonderveranstaltungen