Commerzbank-Umweltpraktikum

Harz and Back Again

Der Naturpark, Teil des UNESCO-Geoparks Harz, ist ganz schön groß. Damit sich die Besucher dort zurechtfinden, gibt es nicht nur Faltblätter, sondern auch Informationstafeln. Einige davon. An diesem Tag bin ich mit dem Dienstwagen von Quedlinburg aus gestartet, um eben diese Tafeln zu kontrollieren. Es wurde ein langer Tag …

Gestartet in der Geschäftsstelle des Regionalverbands Harz in Quedlinburg bin ich bereits um 6:30 Uhr. Zunächst einmal sollten das Oberharzer Bergwerksmuseum sowie die Stadt Clausthal-Zellerfeld mit Faltblättern versorgt werden. Soweit so gut. Nur ein paar Autominuten entfernt sollte bereits die erste Tafel kontrolliert werden. Diese war schnell gefunden. Doch dann, der Super-GAU: die Datenverbindung auf dem Handy und somit GoogleMaps streikten. Zwar hatte ich ganz analog auch noch ein paar Straßenkarten parat. Da die meisten Informationstafeln allerdings für Wanderer und nicht für Autofahrer gedacht sind, half dies nicht wirklich weiter. Dank eines Kollegen, den ich kurzerhand anrief, konnte ich zumindest die nächsten beiden Tafeln noch gut finden. Doch dann wurde es schwierig. Also machte ich einen Abstecher zum HöhlenErlebnisZentrum, um a) den benachbarten Iberg für eine zukünftige Tafel zu besichtigen, b) die dortige Prozellanausstellung zu bewundern und c) um zu fragen, ob mir dort eventuell jemand Auskunft über die gesuchten Standorte geben könne. Nicht nur hechtete ich im Eiltempo auf den Iberg und schoss ein paar Fotos, nein, die Mitarbeiterinnen kannten doch tatsächlich den Weg zu den von mir verzweifelt gesuchten Tafeln. Und einen Cappuccino gab’s sogar noch dazu!

Weiter ging es zum Kranichsberg bei Lautenthal. Am Nordhosthang befindet sich der Maaßener Gaipel, eine ehemalige Erzabbaustätte. Bei 420 m ü. NN, dichtem Wald, schnellen Wetterwechseln und Schotterpisten kommt schonmal Ranger-Feeling auf. Für eine Pizza in der schönen Gaststätte des Aussichtspunkts hatte ich leider keine Zeit. Denn schließlich mussten noch weitere Tafeln kontrolliert, Standorte fotografiert und Faltblätter ausgeliefert werden. Nach einem Abstecher zum Goslarer Zinnfigurenmuseum (und einem Stück Kuchen …) waren noch drei Standorte für den Tag zu prüfen. Den Goslarer Klusfelsen fand ich sogar auf Anhieb. Doch dann ging es weiter mit den Kästeklippen und dem Kellwassertal. Dort angekommen war es schon beinahe zappenduster. Zwar schoss ich noch ein paar Fotos, doch wieder einmal weigerte sich das Handy, die gewünschte Arbeit zu tun. Aber immerhin, der Wille zählt! So fuhr ich abends ziemlich müde, aber zufrieden zurück nach Quedlinburg. Einmal Harz Off-Road. Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein.

Stephanie Richter, Umweltpraktikantin 2017 im Naturpark Harz