Commerzbank-Umweltpraktikum

Ein Tag im Eimer

Heute steht etwas Besonderes an, gemeinsam mit meinen beiden Kollegen, die im Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe für die „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ zuständig sind und unserer Schülerpraktikantin geht es ins 12km entfernte Wittenburg. Hier treffen wir uns mit der Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit des Wasserbeschaffungsverband Sude-Schaale vor dem Wasserwerk. Gemeinsam wollen wir heute einen Tag rund um die Welt des Wassers für zwei achte Klasse einer Förderschule gestalten. Und wo könnte man das besser, als in einem Wassereimer? Richtig gelesen, die Umweltbildungsstätte auf dem Gelände des Wasserwerks ist ein begehbarer Wassereimer- genannt H2Ohr.

Wir bereiteten schnell alles vor; stellen Stühle auf, bauen unsere Stationen zum Experimentieren auf und holen Wasser für die Versuche. Als kurz darauf die Schüler und ihre Lehrer eintreffen, laden wir sie in das Innere des Eimers ein, um sie zu begrüßen. Der nächste Programmpunkt ist die Frühstückspause, bei der man sich einmal genauer im Eimer umschauen kann. Hier gibt es auf einer eindrucksvollen Fototapete Einblicke in die Lebewelt eines Sees. Durch die gewölbten Wände des Eimers fühlt man sich als wäre man mittendrin in dem Getümmel der Tiere und Pflanzen.

Nun werden die Schüler in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe besichtigt das Wasserwerk. Hier bekommen die Schüler einen Einblick in die Gewinnung von unserem Trinkwasser. Zum Ende der Tour gibt es eine kleine Verkostung des frischen Leitungswassers. Der zweite Teil der Gruppe beginnt mit kleinen Experimenten, die ihnen die vielen Eigenschaften des Wassers näher bringen sollen. An vier Stationen können die Schüler herausfinden wie man mit einer Nadel, einem Korken und einem Glas einen Kompass basteln kann; was passiert wenn man Wasser und Öl mischt; ob Regenwasser und Leitungswasser unterschiedliche pH-Werte haben oder aber wie es sein kann, dass Wasser bergauf läuft. Nachdem alle Experimente ausprobiert waren und nahezu alle Fragen beantwortet, wechselten die Gruppen. Als beide Gruppen wieder zurück im Eimer waren, spielten wir noch ein Geräusche-Quiz bei dem die Schüler alltägliche Wassergeräusche erraten mussten. Dabei ist es gar nicht so leicht das Geräusch von kochenden Frühstückseiern von Hagel zu unterscheiden.

Zum Abschluss konnte jeder der wollte seine musikalische Ader an einer chinesischen Wasserklangschale erproben. Mit besonders viel Feingefühl bringt man die Klangschale nicht nur zum Singen sondern auch das Wasser darin zum Springen.

 

Charlotte Evers, Umweltpraktikantin 2017 im Biosphärenreservat Schaalsee