Commerzbank-Umweltpraktikum

Ein Praktikum in der Nationalparkverwaltung

… das sind doch sicherlich drei Monate am Schreibtisch?!

Diejenigen unter euch, die diese Vorstellung von einem Praktikum in der Verwaltung des Nationalparks Schleswig-Holsteinischen Wattenmeers haben, muss ich leider enttäuschen, denn die Mitarbeit hier beinhaltet viel mehr als nur Büroarbeit.

Einer meiner Lieblingsaufgaben war es bei der Betreuung des Infostands des Nationalparks mitzuhelfen, da man hier sowohl die Region als auch die unterschiedlichsten Menschen kennenlernt. Ziel ist es, gemeinsam mit anderen Mitarbeitern und Partnern des Nationalparks, die Besucher über die Einzigartigkeit des Wattenmeers und dessen Schutz zu informieren.

Los geht es dabei immer mit den Vorbereitungen im Büro: Vor den einzelnen Veranstaltungen muss der Bestand der Flyer und der Give-Aways überprüft und passend für die Region sowie den jeweiligen Anlass aufgefüllt werden.

Mit genug Informationsmaterial, Kugelschreibern und Ausmalbüchern im Gepäck, wird dann die nächste Veranstaltung angesteuert. Nachdem der Stand aufgebaut und die Flyer ins rechte Licht gerückt wurden, kann man meistens auch schon mit den ersten neugierigen Besuchern rechnen. Zur Ausstattung des Infomobils zählen unter anderem Binokularen mit welchen unterschiedliche Strandfunde - im wahrsten Sinne des Wortes - unter die Lupe genommen werden können. Auch ein präpariertes Seehundbaby, ein sogenannter Heuler, ist mit an Bord und soll auf den richtigen Umgang mit den lebenden Tieren aufmerksam machen.

Mein persönliches Highlight im Infomobil ist jedoch die Strandfundekiste, da man hier mit den Besuchern am besten ins Gespräch kommt. Wie der Name schon erahnen lässt, sind in dieser Kiste Strandfunde zu finden, beispielsweise Muscheln und Skelette von Seeigeln.

Viele Urlauber freuen sich ihre eigenen Mitbringsel vom letzten Strandbesuch in der Kiste wiederzufinden und Informationen darüber zu erhalten, was sie denn nun genau gefunden haben.

Abschließend lässt sich sagen, dass ich mein eigenes Wissen nirgends so schnell und einfach erweitern konnte wie am Infostand: Nach dem Motto „Learning by doing“ hörte ich den anderen Mitarbeitern am Stand bei ihren Ausführungen zu oder löcherte sie mit Fragen. Anschließend konnte ich dann mein frisch erworbenes Wissen an die Besucher weiter geben. Persönlich im Gespräch erprobt, statt stupide auswendig gelernt, werden mir alle diese Informationen auch nach meiner Praktikumszeit im Gedächtnis bleiben!

 

Jana Fuchs, Umweltpraktikantin 2017 im Nationalpark Schleswig- Holsteinisches Wattenmeer