Commerzbank-Umweltpraktikum

Ein Arbeitstag in der Wilhelma

Heute war ein Tag, der ganz anders zu den meisten Tagen im Büro verlief. Dinge, die man vor seinem Bürofenster sonst nicht sieht: Flamingos.

Am Morgen machten meine beiden Kollegen und ich uns im Geschäftsauto, vollbepackt mit Flyern, Pavillon und Aufstellern, auf den Weg nach Stuttgart in die Wilhelma. Anlässlich des „Artenschutztages" waren verschiedene Organisationen, Vereine und Vertreter von Schutzprojekten geladen, sich den Besuchern zu präsentieren und zu informieren. Neben „Plant for the Planet", dem BUND, oder der Umweltakademie, durfte auch das Biosphärengebiet Schwäbische Alb nicht fehlen. Wir begannen um 8:30 Uhr mit dem Aufbau unseres Pavillons. Uns wurde ein sehr guter Platz direkt neben dem Eingang zugeteilt, sodass schon viele Gäste uns ansprachen, noch bevor wir mit dem Aufbau fertig waren. Kurze Zeit später stießen noch zwei Mitarbeiter vom „Genbänkle" zu uns. Dabei handelt es sich um ein Projekt zur Sicherung alter und seltener Gemüsesorten.

Passend zum Thema haben wir dann auch unsere „Alb-Leisa" verkauft, eine Linsensorte die lange Zeit verloren gegangen schien, aber seit einigen Jahren wieder erfolgreich auf der Schwäbischen Alb angebaut und vermarkten wird.

Besonders Spaß gemacht hat mir, die Besucher an unserem Stand zu einem Fühlspiel herauszufordern. Dabei mussten sie ertasten welche Gegenstände von der Schwäbischen Alb in kleinen Stoffbeuteln versteckt waren. Die Schneckenhäuser und Schafwolle erkannten die meisten recht schnell, knifflig wurde es erst bei Wacholderholz und Linsen.

Parallel zu unserem Quiz, bei dem man lediglich ein Päckchen Gummibärchen gewinnen konnte, hat die Wilhelma ein „Artenschutz-Quiz" erstellt, dessen Hauptgewinn eine Begegnung mit einem der Wilhelma-Elefanten war. Dazu mussten die Besucher an jedem Stand eine Frage beantworten.

Welche leckere Hülsenfrucht wird hier angebaut?", war unsere Frage. Falls Sie es nicht wissen, dann lesen Sie diesen Text doch einfach nochmal von vorne…

Die Arbeit am Infostand hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die Fragen der Besucher zu beantworten und Ihnen mit Unterstützung von Infomaterial einen Besuch im Biosphärengebiet schmackhaft zu machen, bereitete mir große Freude.

Als wir um 16 Uhr mit dem Abbau begannen, waren wir viele unsere Flyer losgeworden und auch einige Päckchen der „Alb-Leisa" wurden verkauft.

Zum Abschluss gönnten wir uns noch einen Spaziergang durch die Wilhelma. Ich saß sicher noch eine halbe Stunde vor dem Gehege der Bonobos und schaute den Babyaffen beim herumtollen zu.

So ging ein besoners schöner Praktikums-Tag zu Ende.

 

Anna-Lena-Knoll, Umweltpraktikantin 2017 im Biosphärengebiet Schwäbische Alb