Commerzbank-Umweltpraktikum

Ein abwechslungsreicher Tag im Harz

Mein Tag begann wie üblich mit dem Weg zum Nationalpark-Bildungszentrum im kleinen Örtchen St. Andreasberg im Harz. Dabei geht es stetig bergauf, sodass man gut wachwerden kann. Dort angekommen ging es auch schon wieder weiter zum Jugendwaldheim Brunnbachsmühle. Sandra Meckbach-Wolter hatte im Vorfeld einen Seminarbesuch der Universität Hildesheim zum Thema Bildungsarbeit im Nationalpark Harz ausgearbeitet und mir angeboten mitzukommen. Natürlich hatte ich großes Interesse und so fand ich mich zwischen Masterstudenten des Studiengangs Umwelt, Naturschutz und Nachhaltigkeitsbildung wieder. Zuerst wurde uns das Konzept des Jugendwaldheims vorgestellt und auch etwas über Geschichte erzählt. Im Jugendwaldheim können sich Kinder-und Jugendgruppen aktiv für den Naturschutz engagieren. So einen „Jugendwaldeinsatz" durften wir uns nach der theoretischen Einführung auch ansehen. Die Jugendlichen haben auf einer Fichtenfläche kleine Buchenstecklinge eingepflanzt. Zwar war es erst ihr zweiter Tag, aber sie waren konzentriert bei der Arbeit und gingen dabei sehr geschickt mit dem Werkzeug um.

Nach diesem kleinen Ausflug wurde uns allgemein etwas über die Bildungsarbeit im Nationalpark erzählt und im Anschluss ging zum Nationalparkzentrum Torfhaus, wo uns die Ausstellung kurz vorgestellt wurde und wir noch etwas über deren Konzepte in der Bildungsarbeit erfahren durften. Es gab an diesem Vormittag also sehr viel Input für mich.

Am Nachmittag habe ich zusammen mit der FÖJlerin und einem Ranger die Junior-Ranger-Gruppe Wölfe betreut. Wir hatten für die Kinder ein interessantes Quiz zum Thema Natur des Jahres 2017 ausgearbeitet. Die Kinder waren mit großem Eifer bei der Sache und konnten in ihrer Paradedisziplin „gemeine Fichte" glänzen, sodass am Ende Gleichstand herrschte. Dieser Einsatz wurde natürlich entlohnt und die Kinder griffen beherzt in den Süßigkeitensack.

Am Abend bin ich noch ganz spontan zu einer Nachtwanderung vom Nationalparkhaus in St.Andreasbearg mitgekommen. Eigentlich sollten die Kinder Fledermäuse aufspüren, jedoch war der Frühling noch nicht in den Harz eingekehrt und die Fledermäuse waren dementsprechend noch nicht aktiv. Das hat der Wanderung aber keinen Abbruch getan. Die Kinder konnten stattdessen im Wald versteckte Tierkarten mit ihren Taschenlampen aufspüren. Alle waren hellauf begeistern und so ging für mich ein anstrengender aber auch spannender Tag zu Ende.

Veronika Deikun, Umweltpraktikantin 2017 im Nationalpark Harz