Commerzbank-Umweltpraktikum

1. Biosphärengipfel im Bliesgau

 

Stühle, Tische und vereinzelt Plakate und Flyer liegen in der Sporthalle. Noch ist sie leer, doch das soll sich bald ändern, denn der Biosphärenzweckverband Bliesgau hat zum ersten Biosphärengipfel eingeladen.
Also nicht nur für mich ein Sprung ins kalte Wasser, es ist mein dritter Arbeitstag, sondern auch für meine neuen Kollegen ein erstes Mal. Ich bekomme die Aufgabe das Geschirr der Restaurants zu notieren damit nach dem Gipfel alles reibungslos abläuft. Zudem soll ich fleißig zuhören und mich umsehen und Fotos machen. Denn alles was ich heute kennenlerne wird mich die nächsten sechs Monate meines Praktikums begleiten. Am Anfang bleibt alles ruhig und wir haben die Chance die vorbereiteten Stände zu besichtigen, nebenbei wird mir schon allerhand zu den Partner und Vereinen des Reservates erzählt. Doch dann fängt es an wie in einem Bienenstock zu summen. Stände werden bestückt, das Essen wird geliefert, schnell werden noch Flyer und Programme auf Stühlen und Tischen verteilt während sich manche Redner nochmal schnell ihre Präsentation anschauen. Auch wir bereiten unseren Stand vor, besonders witzig finde ich die Idee von Imagekarten der Partnerbetrieb, die, finde ich eine gewisse Ähnlichkeit mit Bierdeckeln haben. Während der Begrüßungsrede wird allen klar, warum wir hier sind: der Gipfel soll eine Plattform zum Austausch sein und zur Kommunikation dienen. Danach kommt in meinen Augen der Höhepunkt, der Vortrag des stellvertretenden Generalsekretärs der Deutschen UNESCO-Kommission Dr. Lutz Möller. Denn wann hat man mal die Chance so eine Person live zu hören? Auch er greift das Thema Austausch und Kommunikation auf und weist daraufhin, dass ein Biosphärenreservat nicht nur mit den ortsansässigen Vereinen, Partnern und Menschen kommunizieren soll, sondern auch ein enger Austausch mit Reservaten weltweit von Nöten ist, um voneinander zu lernen und den Blick vom Lokalen auf das Globale zu lenken. 
Dann kommt endlich die (h)eisersehnte Mittagspause, in der man sich am Buffet mit kleinen Leckereien aus der Region belohnen kann. Vor allem vor dem Eismobil, welches Milchprodukte aus der einzigen Biomolkerei im Bliesgau verarbeitet, bildet sich eine lange Schlange, um an die kalte Leckerei zu kommen. Nach dem süßen Schnabulieren ging es an ausgesuchten Ständen mit Tischgesprächen los. Gemeindevertreter und Standinhaber mischen sich bunt, um über Themen wie Streuobstwiesen, Mobilität oder Klimamanagement zu sprechen.
Um einen besseren Überblick zu bekommen schaute ich mir mit einem FÖJler alle Stände an, um zu erfahren, was denn im Bliesgau alles zum Thema Nachhaltigkeit passiert. Nebenbei prasselten viele Namen auf mich ein und ich konnte schon viele Kontakte knüpfen, auf die ich mit Sicherheit noch einmal zurückgreifen werde. Nach den Abschlussvorträgen ging es auch schon ans Abräumen und ich fragte mich mehr als einmal wessen Geschirr ich vor mir habe. Denn Name des Restaurantinhabers und des Restaurants stimmten leider nie überein. Mit einem Kopf voller Namen, vielen Eindrücken und Vorfreude auf die kommende Zeit machte ich mich am Ende mit einer übriggebliebenen Pizza auf den Weg nach Hause, bevor es morgen weiter geht mit neuen Namen, Vereinen und Eindrücken. 

Svenja Nagy, Umweltpraktikantin 2017 beim Biosphärenzweckverband Bliesgau