Commerzbank-Umweltpraktikum

Auf den Spuren des Schwarzwildes

Seit wenigen Monaten bin ich Praktikant im Sachgebiet Öffentlichkeitsarbeit des Nationalparkamtes des Müritz-Nationalparks. Mein Arbeitsplatz ist mit direktem Ausblick auf den Vorplatz des Schlosses Hohenzieritz, in dem sich das Nationalparkamt befindet. Von hier aus arbeite ich an verschiedensten Aufgaben, wie an der Gestaltung von Plakaten oder an der Aufbereitung von erhobenen Daten aus dem Nationalpark.
Öfters bin ich auch im Gelände unterwegs, um das Großschutzgebiet und die Arbeit anderer Mitarbeiter kennenzulernen. So war ich auch heute unterwegs.

Morgens gegen acht traf ich mich mit einem Kollegen, der sich im Nationalparkamt mit der Flächenentwicklung beschäftigt. Ziel des heutigen Tages war es, auf Grünlandflächen die Umbrüche durch Schwarzwild zu kartieren. Eine regelmäßige Datenerfassung kann bei möglichen Verhandlungen um die Minderung des Pachtbeitrages für die Bewirtschaftung hilfreich sein. Nationalparke sind zwar eine der letzten wenigen Orte in Deutschland, die sich als Naturlandschaften verstehen wollen, jedoch gibt es auch hier Kulturlandschaften, die bewirtschaftet werden. Und so machten wir uns auf den Weg in den westlichen Teil des Nationalparks in die Nähe von Waren (Müritz). Dieser Weg kann auch einiges an Zeit beanspruchen, denn der Müritz-Nationalpark ist der größte Nationalpark auf der Landfläche Deutschlands.

Nach der Fahrt durch eine Endmoränenlandschaft und durch mehrere kleine Dörfer, gelangten wir an das heutige Ziel. Es wurden Gummistiefel angezogen und los ging es. Immer weiter zogen wir durch das Gelände und untersuchten den Boden nach Umbruchstellen. Dabei wurde auf das scheinbare Alter der Umbrüche geachtet und wie groß die Ausmaße waren. Auch die Tiefe der Umbrüche und ob diese großflächig oder eher kleinflächig waren, werteten wir aus.

Nebenbei gibt es auch viel zu sehen im Nationalpark. Es tut gut durch die Natur zu stapfen und die Umgebung auf sich wirken zu lassen. Nach mehreren Stunden an der frischen Luft und einigen kartierten Hektar ging es zurück zur Verwaltung. Ich habe weitere Eindrücke gesammelt und mich über die Arbeit im Amt und über Naturphänomene weitergebildet.

 

Alex Krugenberg, Umweltpraktikant 2017 im Müritz-Nationalpark